Studieninfo zum Fach Biowissenschaften

Abschluss: Master of Science

Stand: 19.12.2012


Inhalt
  1. Portrait des Fachs
  2. Anforderungen an Studieninteressierte
  3. Berufs- und Tätigkeitsfelder
  4. Struktur und Aufbau des Studiums
  5. Hinweise zur Studien- und Prüfungsordnung



1. Portrait des Fachs


1.1 Geschichte und Methoden


Die Biologie des 21. Jahrhunderts ist eine enorm dynamische Fachdisziplin, die sich nicht nur zur Leitwissenschaft in den Naturwissenschaften entwickelt, sondern auch entscheidende Impulse in die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften hinein gibt, unser Welt- und Menschenbild prägt und Politik und Gesetzgebung beeinflusst. Um dieser Entwicklung nicht nur gerecht zu werden, sondern sie aktiv mit zu gestalten, muss sich auch das Studium der Biologie neu orientieren. Der Fachbereich Biologie der WWU Münster hat die Modularisierung und Stufung seiner Studiengänge zum Anlass genommen, diese nicht nur formal neu zu gestalten, sondern auch konsequent inhaltlichen weiter zu entwickeln.

Der Fachbereich Biologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat bereits im Jahr 2000 damit begonnen, seine klassischen Studiengänge – die Diplom-Studiengänge Biologie und Biotechnologie sowie die Lehramtsstudiengänge für das Unterrichtsfach Biologie bzw. Naturwissenschaften – grundlegend zu modernisieren, um sie in Inhalt und Form an die Herausforderungen des neuen Jahrhunderts anzupassen. Mit dem Beginn des Wintersemesters 2002/03 erfolgte eine Organisation der Lehrveranstaltungen in Modulen. Seit dem Wintersemester 2003/04 sind die Diplom-Studiengänge Biologie und Biotechnologie durch einen gemeinsamen Bachelor-Studiengang Biowissenschaften abgelöst worden, auf den seit 2006/07 die biowissenschaftlichen Master-Studiengänge Biologie, Biotechnologie und Molekulare Biomedizin aufbauen.

Seit Beginn des Wintersemesters 2004/05 werden auch die Lehramts-Studiengänge im Fach Biologie für Gymnasien und Gesamtschulen und für Berufskollegs in reformierter und modularisierter Form angeboten. Ab dem Wintersemester 2005/06 sind im Rahmen eines Modellversuchs alle Lehramtsstudiengänge in das gestufte System modularisierter Bachelor- und Master-Studiengänge integriert worden.

Das Gesamtkonzept unserer Studienreform hat im Frühjahr 2003 den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft überzeugt, so dass der BSc-Studiengang Biowissenschaften als bundesweit einziger naturwissenschaftlicher Studiengang mit dem „best practice“ Prädikat „Reform-Studiengang“ ausgezeichnet wurde.



1.2 Lehr- und Forschungsschwerpunkte


Der Vielfalt der modernen Biologie angemessen, sind die Biowissenschaften am Standort Münster durch einen hohen Grad an Interdisziplinarität in Forschung und Lehre gekennzeichnet. Der MSc-Studiengang ermöglicht den Studierenden, innerhalb der am FB vertretenen Schwerpunkte 'Evolutionsbiologie und Biodiversität', 'Molekulare Zellbiologie und Physiologie' sowie 'Biotechnologie' Schwerpunkte zu setzten oder aber auch einen breit angelegten Überblick zu gewinnen.

Zu Beginn des Master-Studiums wählt jede/r Studierende eine/n Mentor/in aus der Reihe der Hochschullehrer/innen des Fachbereichs Biologie; diese/r soll den gewünschten Schwerpunkt der Studien in Forschung und Lehre an der WWU Münster vertreten. Auf der Homepage-Seite

finden Sie aktuelle Informationen zu den Forschungsschwerpunkten des Fachbereichs Biologie.



1.3 Studiensituation in Münster


Die Infrastruktur, die der Fachbereich Biologie für Forschung und Lehre zur Verfügung stellen kann, wurde im Zuge der Umstellung auf die neuen Studiengänge weitgehend modernisiert. So stehen für Anfängerpraktika sanierte bzw. neue Praktikumsräume zur Verfügung, die allen Anforderungen der Laborsicherheit, des Gentechnikgesetzes etc. entsprechen. Gleichzeitig ist der Fachbereich bestrebt, die Laborausrüstung immer wieder zu verbessern, so dass in den Praktika mit ’state of the art’ Equipment und Methoden gearbeitet werden kann. Hörsäle und Seminarräume verfügen alle über Multimedia-Ausrüstungen.
In den vergangenen Jahren hat ein Generationenwechsel in der Professor/inn/enschaft des Fachbereichs stattgefunden – er ist nun nahezu abgeschlossen. Dabei wurden moderne Forschungsrichtungen gestärkt oder neu eingerichtet.

Der botanische Garten, der gerade 200 Jahre alt geworden ist, wurde aufwendig neu gestaltet und damit zu einem modernen Ort für Forschung und Lehre, der in die Universität integriert ist. Der moderne Allwetterzoo Münster ist mit eigenen Zucht- und Forschungsprogrammen weltweit renommiert und eng mit der Universität verknüpft. Der Fachbereich Biologie unterhält die Meeresbiologische Station Carolinensiel im Naturpark Wattenmeer der Nordsee und nutzt eine Berghütte der Universität Münster für regelmäßige Exkursionen in die Alpen.




2. Anforderungen an Studieninteressierte


Voraussetzung für den Zugang zu dem Studiengang MSc Biologie ist ein erfolgreich abgeschlossenes berufsqualifizierendes Hochschulstudium mit mindestens dreijähriger Regelstudienzeit (entsprechend 180 ECTS-Kreditpunkten, z.B. BSc, Diplom, o.ä.) im Bereich der Natur- oder Lebenswissenschaften. Liegt zum Zeitpunkt der Bewerbung noch kein Abschlusszeugnis vor, so muss an dessen Stelle ein vorläufiges Zeugnis eingereicht werden, in das mindestens die Noten der ersten fünf Semester (entsprechend 150 ECTS-Kreditpunkten) eingegangen sind. Das Abschlusszeugnis ist im Falle der Zulassung bei der Einschreibung vorzulegen. Die genauen Zugangs- und Zulassungsmodalitäten regelt die Zulassungsordnung des FB Biologie:

 

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3. Berufs- und Tätigkeitsfelder


Die potentiellen Berufs- Tätigkeitsfelder für Biologinnen und Biologen sind weit gestreut (s. z.B. Arbeitsmarktinformationen für Biologinnen und Biologen der Bundesagentur für Arbeit). Bei der Konzeption der Bachelor- und Master-Studiengänge haben wir deshalb besonders darauf geachtet, dass diese sowohl anwendungsnahe Aspekte der Biowissenschaften umfassen als auch durch die fachintegrierte Vermittlung überfachlicher Schlüsselkompetenzen den Absolvent/inn/en wichtige Qualifikationen verleihen, um auf einem kompetitiven Arbeitsmarkt gute Startchancen zu gewährleisten. Insbesondere die mögliche Spezialisierung in dem MSc-Studiengang Biologie ermöglicht den Studierenden eine gezielte Profilbildung entsprechend ihrer eigenen Stärken und Neigungen, sodass hier die Basis für interessante Alleinstellungsmerkmale gelegt wird. Die starke Wissenschafts- und Forschungsorientierung des Studiengangs und die Ausbildung zur Eigenständigkeit bereiten auf Promotion und wissenschaftliche Tätigkeiten in Forschungseinrichtungen sowie in Industrie und Wirtschaft vor und befähigen die Absolvent/inn/en, sehr unterschiedlichen Anforderungen der späteren Berufstätigkeit gerecht zu werden.




4. Struktur und Aufbau des Studiums


4.1 Modulstrukturen


Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich aller studienbegleitenden Prüfungen und der wissenschaftlichen Abschlussarbeit vier Semester. Das Studium ist in zwei Studienjahre gegliedert:

  • 1. Studienjahr: Fortgeschrittenen-Module 30 KP ca. 900 Stunden
  • Forschungs-Module 20 KP ca. 600 Stunden
  • 1. oder 2. Studienjahr: Projektleitungs-Modul 10 KP ca. 300 Stunden
  • 2. Studienjahr: Master-Arbeit 30 KP ca. 1500 Stunden
  • Methodische und organisatorische Grundlagen der experimentellen Lebenswissenschaften 10 KP ca. 300 Stunden
  • Modul Aktueller Forschungsstand 10 KP ca. 300 Stunden
  • Master-Disputation 10 KP ca. 300 Stunden

Das erste Studienjahr umfasst ein Studium der Biologie in Fortgeschrittenen-Modulen, die gemäß Modul-Handbuch dem Studiengang zugeordnet sind, im Gesamtumfang von 30 Kreditpunkten. Im ersten Studienjahr sind zusätzlich zwei Forschungs-Module zu je 10 Kreditpunkten in zwei unterschiedlichen Arbeitsgruppen zu absolvieren. Optional können bis zu 10 Kreditpunkte des ersten Studienjahres in Fortgeschrittenen-Modulen oder in einem Forschungsmodul in Veranstaltungen anderer Fachbereiche der WWU Münster oder von externen Forschungsinstitutionen oder der Industrie erworben werden, sofern diese Veranstaltungen in Zusammenhang mit dem Fach Biologie stehen; externe Module bedürfen der Genehmigung durch die/den Mentor/in. Es wird empfohlen, im Rahmen dieser Option mindestens ein Fortgeschrittenen-Modul im Umfang von 5 Kreditpunkten in einem nicht biologischen Fach, das in sinnvollem Zusammenhang mit dem Fach Biologie steht, zu absolvieren. Im ersten und/oder zweiten Studienjahr werden überfachliche Schlüsselqualifikationen im Bereich Projekt- und Teamarbeit sowie in Führungskompetenz im Rahmen des Projektleitungs-Moduls erworben. Im zweiten Studienjahr werden die erworbenen theoretischen und praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten bei der selbständigen Bearbeitung eines wissenschaftlichen Forschungsprojektes im Rahmen der Master-Arbeit eingesetzt, die abschließend im Rahmen eines öffentlichen wissenschaftlichen Vortrags mit Diskussion verteidigt wird. 9Fortgeschrittenen- und Forschungs-Module sind als Wahlpflicht-Module organisiert.
Das Studium umfasst Lehrveranstaltungen des Pflicht- und Wahlpflichtbereichs. Der zeitliche Gesamtumfang der für den erfolgreichen Abschluss des gesamten Studiums erforderlichen Lehrveranstaltungen (Studien- und Prüfungsumfang im Pflicht- und Wahlpflichtbereich incl. Vor- und Nachbereitung) beträgt ca. 3600 Stunden, von denen ca. 900 Stunden auf die Fortgeschrittenen-Module und ca. 600 Stunden auf die Forschungs-Module entfallen (Wahlpflichtbereich). 3Weitere 300 Stunden entfallen auf das Projektleitungs-Modul (Pflichtbereich). Die Studieninhalte sind so organisiert und begrenzt, dass das Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann.



4.2 Studienbegleitende Prüfungen


Die Master-Prüfung erfolgt studienbegleitend und kumulativ nach dem ECTS-Kreditpunktesystem; der Erwerb aller geforderten Kreditpunkte durch den erfolgreichen Abschluss der entsprechenden Module führt zur Erlangung des Master-Grades.



4.3 Praktika


Forschungs-Module können in begrenztem Umfang außerhalb der Universität absolviert werden. Sie enden mit einem Forschungsbericht, der von Hochschullehrer/inne/n des Fachbereichs benotet wird. Weiterhin sehen die meisten Forschungs- und Fortgeschrittenen-Module große praktische Anteile vor, ebenso wird die Master-Arbeit in den meisten Fällen auf einer praktischen Forschungstätigkeit basieren.



4.4 Sonstige Anforderungen


Der Zugang zum Studium setzt den Nachweis der besonderen Eignung voraus. Der Nachweis der besonderen Eignung ist erbracht, wenn eine Abschlussnote von mindestens 2,30 erzielt wurde. Es ist ausreichend, wenn das vorläufige Zeugnis eine entsprechende Note ausweist. Die besondere Eignung kann auch durch den Nachweis erbracht werden, dass die Bewerberin/der Bewerber zu den besten 40% ihres/seines Jahrganges gehört. Darüber hinaus kann die besondere Eignung auch durch Auswahlgespräche oder andere einschlägige Leistungen nachgewiesen werden, z.B. Nachweise über einschlägige Berufserfahrungen oder Praktika in relevanten Einrichtungen. Die erforderlichen Feststellungen trifft die Auswahlkommission.




5. Hinweise zur Studien- und Prüfungsordnung


Lupe Die Studienordnung finden Sie unter
http://zsb.uni-muenster.de/material/m523m_2.htm.
Die Prüfungsordnung finden Sie unter
http://zsb.uni-muenster.de/material/m523m_3.htm.



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