Studieninfo zum Fach Geowissenschaften

Abschluss: Master of Science

Stand: 11.04.2013


Inhalt
  1. Portrait des Fachs
  2. Anforderungen an Studieninteressierte
  3. Berufs- und Tätigkeitsfelder
  4. Struktur und Aufbau des Studiums
  5. Hinweise zur Studien- und Prüfungsordnung
  6. Literaturhinweise



1. Portrait des Fachs


1.1 Geschichte und Methoden


Das Studium der Geowissenschaften mit dem Studienabschluss Master of Science (M.Sc.) baut auf einem erfolgreich abgeschlossenen Studium der Geowissenschaften mit dem Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.) auf und führt zum zweiten berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums der Geowissenschaften. Das Masterstudium ermöglicht es, in einem gewählten Themenschwerpunkt vertiefende Kenntnisse zu erwerben. Diese bieten zugleich die Grundlage für die Masterarbeit. Hinzu kommen weitere Lehrveranstaltungen, die auf den im Bachelorstudiengang erworbenen Grundkenntnissen aufbauen und diese erweitern.

Der Studiengang wird  gemeinschaftlich von den Instituten für Geologie und Paläontologie, Mineralogie und Planetologie organisiert. Die fachübergreifende Lehrplangestaltung ermöglicht eine moderne, breitgefächerte und solide geowissenschaftliche Ausbildung, die den Anforderungen der Berufswelt im gesamten Feld der Festkörper-, Geo- und Planetenwissenschaften gerecht wird.

Ziel des Masterstudiums ist es, vertiefende Kenntnisse und die Fähigkeit zur selbständigen Anwendung anspruchsvoller geowissenschaftlicher Methoden zu vermitteln. Die Studierenden sollen zur kritischen Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie zu verantwortlichem, interdisziplinären Denken und Handeln befähigt werden. Sie sollen komplexe geowissenschaftliche Fragestellungen analysieren, Befunde interpretieren und Lösungen erarbeiten können.



1.2 Lehr- und Forschungsschwerpunkte


Der Studiengang wird von drei Instituten (Institut für Mineralogie, Institut für Geologie und Paläontologie, Institut für Planetologie) angeboten. Thematisch konzentrieren sich die Studienangebote auf die drei Kernbereiche "Physik und Chemie der Erde und der Planeten", "Erde und Leben", und "Tektonik, Sedimentologie und angewandte Geowissenschaften" mit denen die wichtigsten geowissenschaftlichen Teilbereiche wie Geochemie, Petrologie, Biogeochemie, Paläontologie, Strukturgeologie, Sedimentologie und angewandte Geowissenschaften abgedeckt werden. Dabei erhalten die Studierenden Einblicke in aktuelle geowissenschaftliche Fragestellungen, wie z.B. Ursachen von Vulkanismus, Entstehung von Erdbeben, Klimaforschung oder Entstehung des Sonnensystems. Der Studiengang vermittelt die speziellen wissenschaftlichen Kernkompetenzen und Arbeitsmethoden, die im geowissenschaftlichen Bereich international Stand der Wissenschaft sind. Eine Besonderheit sind die umfangreichen Studienangebote in Isotopengeochemie, Geochronologie und Planetologie, die in dieser Form in Deutschland einmalig sind.

Die Studierenden des MSc Studiengangs werden früh in aktuelle Forschung eingebunden und kommen dadurch sehr schnell und zwangsläufig in engen persönlichen Kontakt mit international renommierten Forschern. Bestandteil vieler Masterarbeiten sind Gelände- oder Laboraufenthalte im Ausland. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Masterarbeiten in den Laboratorien international agierender forschender Industrieunternehmen durchzuführen. Viele MSc-Studenten bekommen Gelegenheit zur Teilnahme an internationalen Tagungen.

Die am Studiengang beteiligten Institute zeichnen sich durch eine große inhaltliche Vielfalt und Methodenbreite in Forschung und Anwendung aus. Einen Überblick über die Forschungsschwerpunkte geben die Netzauftritte der verschiedenen Arbeitsgruppen auf den jeweiligen Internet-Seiten:



1.3 Studiensituation in Münster


Das Studium kann sowohl im Winter- als auch im Sommersemester begonnen werden. Etwa 20 Studienanfänger nehmen pro Jahr das Studium auf. In Kombination mit der hohen Zahl von Lehrenden und der hervoragenden Laborausstattung ergeben sich optimale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium. Die Einbindung in die Forschungsaktivitäten der Dozenten erfolgt frühzeitig. ­­




2. Anforderungen an Studieninteressierte


Der Studiengang beruht auf einer breiten naturwissenschaftlichen Grundlage. Gute Englischkenntnisse sind außerordentlich hilfreich, da viele Lehrbücher und der überwiegende Teil der Fachliteratur in englischer Sprache abgefasst sind. Falls es hier Lücken gibt: keine Sorge, im Laufe des Studiums werden sich die Sprachkenntnisse zunehmend verbessern. Die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium der Geowissenschaften sind Begeisterung für das Fachgebiet, hohe Motivation und hohe Leistungsbereitschaft. Kleinere und größere Hürden sind bei entsprechendem Einsatz überwindbar und eröffnen ein faszinierendes Wissensgebiet.

Formale Voraussetzung für den Zugang zum Masterstudiengang Geowissenschaften ist neben den allgemeinen Voraussetzungen für die Einschreibung die Absolvierung eines fachlich einschlägigen Studiums mit einer Regelstudienzeit von mindestens 6 Semestern, das mit einem Bachelor oder einem anderen berufsqualifizierenden Abschluss (Diplom, Staatsexamen etc.) mit einer Abschlussnote von mindestens 2,5 beendet worden ist.




3. Berufs- und Tätigkeitsfelder


Das Berufsfeld für Geowissenschaftler ist ebenso vielfältig wie durchlässig und nur schlecht abgrenzbar. Die breitgefächerte naturwissenschaftliche Grundausbildung und das reichhaltige Spektrum instrumenteller analytischer Methoden befähigt die Absolventen des Studiengangs Geowissenschaften (BSc und MSc) – unabhängig vom gewählten Schwerpunkt ihrer beruflichen Ausrichtung – zur Bearbeitung vielfältiger wissenschaftlicher und technischer Fragestellungen. Als Folge dieser Vielseitigkeit ergeben sich auf dem Stellenmarkt Chancen in den unterschiedlichsten Berufssparten aus dem gesamten Feld der Festkörper- und Geowissenschaften, z.B. in den Bereichen Analytische Dienstleistungsunternehmen, Bergbau und Kohlenwasserstoffe Exploration & Produktion, Feuerfestindustrie, Baustoff- und Bindemittelindustrie, Steine- und Erdenindustrie, Ingenieur- und hydrogeologische Gutachtertätigkeit, Hochschulen, Umwelt-, Denkmalschutz, Geologische Landesämter, Materialforschungs- und Prüfungsanstalten, Raumfahrtagenturen.­




4. Struktur und Aufbau des Studiums


4.1 Modulstrukturen


Alle Lehrveranstaltungen sind Modulen zugeordnet. Dabei handelt es sich um thematisch begrenzte Unterrichtseinheiten mit klar definierten Inhalten und Qualifikationszielen. Module können Vorlesungen, Übungen, Seminare und Geländeveranstaltungen umfassen.

Die Wahl der Fachmodule wird durch mehrere Maßnahmen unterstützt. Zu Beginn des ersten Semesters findet eine Orientierungsveranstaltung (Pflichtveranstaltung) statt, bei der die jeweiligen Fachmodule den Studierenden vorgestellt werden. Weiterhin werden hier die Tutoren/Tutorinnen den Studierenden vorgestellt. Hier werden auch thematische Kombinationsmöglichkeiten detailliert erläutert. Weiterhin stellt der individuelle Tutor/die Tutorin in persönlichen Gesprächen sicher, dass die Studierenden bei der Auswahl der Fachmodule fachlich ausgewogene Modulkombinationen auswählen. Um sicher zu stellen, dass die gewählten Fortgeschrittenen-Module im Wahlpflichtbereich im ersten Studienjahr thematisch auf die gewählte Schwerpunktbildung im zweiten Studienjahr zielen, sind regel-mäßige Treffen mit den Tutoren/Tutorinnen vorgesehen. Die individuelle Beratung der Studierenden durch designierte Hochschullehrer als Tutor/in ermöglicht eine zielgerechte Wahl der Module, die vertiefend die geowissenschaftlichen Inhalte erarbeiten, die für die Forschungsmodule im zweiten Studienjahr benötigt werden.

Durch die bewusst vorwiegend kleinen Module (5 LP) im ersten Studienjahr wird ein hohes Maß an Flexibilität für die Studierenden bewahrt. Damit soll es den Studierenden ermöglicht werden, ein Semester im Ausland zu studieren. Kein Modul im ersten Studienjahr erstreckt sich über zwei Semester, so dass gewährleistet ist, dass die Studierenden nach einem Auslandsaufenthalt ohne zeitliche Verluste das MSc-Studium in Münster fortsetzen können. Durch kleine Module kann außerdem sichergestellt werden, dass Studierende auch im Sommersemester ohne weitere Komplikationen in den MSc-Studiengang einsteigen können.
Im zweiten Studienjahr wird die MSc-Arbeit von den Modulen „Forschungsmethoden in den Geowissenschaften“, „Organisatorische Aspekte der geowissenschaftlichen Forschung“ sowie dem Modul „Aktueller Stand der Forschung“ vorbereitet. Diese Module werden i.d.R. in der Arbeitsgruppe absolviert, in der auch die MSc-Arbeit angefertigt wird. In diesen Modulen werden theoretische sowie praktische methodische und organisatorische spezifische Voraussetzungen für die Anfertigung der wissenschaftlichen Abschlussarbeit unter besonderer Berücksichtigung der speziellen Anforderungen der Arbeit und des spezifischen Methodenrepertoires der jeweiligen Arbeitsgruppe vermittelt.

Die Modulbeschreibungen sind auf der homepage des Studiengangs unter folgendem link abrufbar:

http://www.uni-muenster.de/StudiengangGeowissenschaften/master/index.html



4.2 Studienbegleitende Prüfungen


Alle Prüfungen finden studienbegleitend statt, in der Regel am Ende des Semesters. Die Leistungsnachweise können je nach Veranstaltung in Form einer Klausur, einer mündlichen Prüfung, einer schriftlichen Ausarbeitung oder eines Vortrags erbracht werden.

Der Anteil des Selbststudiums nimmt im Verlauf des MSc-Studiengangs ständig zu. Während im ersten Studienjahr vertiefende Kenntnisse der geowissenschaftlichen Kernfächer vermittelt werden (Fachmodule im Wahlbereich), erfordern die Forschungsmodule im zweiten Studienjahr eine zunehmend selbstständige wissenschaftliche Arbeit, die dann mit der Masterarbeit im 4. Semester endet.

Die Master-Prüfung setzt sich aus der kumulativen Bewertung aller im Master-Studienabschnitt erreichten Prüfungsleistungen in den zugeordneten Lehrveranstaltungen zusammen. Eine gesonderte Abschlussprüfung findet nicht statt.

 

 

 



4.3 Praktika


Die meisten Vorlesungen werden, wie in den meisten naturwissenschaftlichen Studiengängen, konsequent mit praktischen Übungen und Exkursionen verknüpft. Die praktischen Übungen im Labor und Gelände dienen der Vertiefung der in den Vorlesungen erarbeiteten Lehrinhalte. Durch die Kombination von theoretischem Wissen und Verstehen mit praktischen Fähigkeiten werden Qualifikationsmerkmale erworben, die es den Absolventen ermöglichen sich auf dem modernen Arbeitsmarkt zu behaupten.



4.4 Sonstige Anforderungen


Formale Voraussetzung für den Zugang zum Masterstudiengang Geowissenschaften ist neben den allgemeinen Voraussetzungen für die Einschreibung die Absolvierung eines fachlich einschlägigen Studiums mit einer Regelstudienzeit von mindestens 6 Semestern, das mit einem Bachelor oder einem anderen berufsqualifizierenden Abschluss (Diplom, Staatsexa-men etc.) mit einer Abschlussnote von mindestens 2,5 beendet worden ist.




5. Hinweise zur Studien- und Prüfungsordnung


Lupe Die Studienordnung finden Sie unter
http://zsb.uni-muenster.de/material/m445m_2.htm.
Die Prüfungsordnung finden Sie unter
http://zsb.uni-muenster.de/material/m445m_3.htm.



6. Literaturhinweise


Die am Studiengang beteiligten Institute zeichnen sich durch eine große inhaltliche Vielfalt und Methodenbreite in Forschung und Anwendung aus. Einen Überblick über die Forschungsschwerpunkte geben die Netzauftritte der verschiedenen Arbeitsgruppen auf den jeweiligen Internet-Seiten:




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